Hab eben beim Datenaufräumen (mein Raidchen-Serverchen ist jetzt komplett redundant, juhu, dazu später mehr) diese Schriftprobe gefunden. Die Svenja ist eine Bildschirmschrift-Familie mit 6 Pixeln x-Höhe, die ich vor ein paar Jahren als Semesterprojekt bei Andreas Stötzner gezeichnet habe.
Würd mich nur mal interessieren: Hat irgendwer Interesse an diesen Fonts? Dann würd ich mich bei Gelegenheit wirklich mal dransetzen, die richtig zu produzieren. Erstellt wurden sie damals in einem Extrem-Low-Level-Windows-Pixelschrifteditor, der mir unbrauchbare TTFs ausgespuckt hat. Aber so würd ich mal anfangen, mich ordentlich mit den technischen Grundlagen von Schriftgestaltung auseinanderzusetzen.
Der Fontblog zeigt ein wunderschönes Beispiel «doppelt gefügter Zeichen»: Eine Tankstellenanlage mit einer LED-Anzeige, die so tut, als sei sie eine LCD-Segmentanzeige. Obwohl man mit den kleinen Leuchtdioden ja auch eine «richtige» Schrift hätte annähern können, entschied man sich also ohne technischen Zwang für die eckig-technischen LCD-Formen. [Link]
Dabei finde ich die folgende Bemerkung aus den Kommentaren höchst spannend – als Argument für den Segment-Look und gegen die Nachahmung einer Druckschrift:
Man hat ja als Erwartungshaltung dass sich die Preise ständig ändern (können). Wenn das dann aussieht als wären sie festgeschrieben, kommt mir das zumindest komisch vor.
Schon spannend: Die aktuelle Wahrnehmung gefügter Zeichen sagt: Das ist ein Zeichen, das sich ständig ändern kann. Das am Puls der Zeit ist. Das nicht gestaltet ist und schön, sondern «nackte» Information. Wie bei den Joghurtbechern: Das Logo ist schick gestaltet und bunt, aber das Wichtigste, nämlich das Ablaufdatum, steht tagesaktuell und hässlich grob gepixelt drauf.
I. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung braucht man auch zur Ausverkaufszeit nicht zu wissen, dass es eine Taste namens «%» gibt. Schliesslich handelt es sich hier um den grossen Oh/Oh-SONDERVERKAuF. (Was ist mit dem U?)
II. Ebenfalls entgegen einer weit verbreiteten Meinung gibt es Tastaturen, da sind zwar «ü»s drauf, aber keine «ö»s. Yep.
II b. Frage ohne Bild in Anschluss an II.: Warum gibt es Leute, die «Ö» am Wortanfang als «Oe» schreiben, den Umlaut im Wort (also als Minuskel) aber durchaus verwenden? Lieblingsbeispiel, leider nicht fotografiert: «Oelöfen». Würd mich mal wundernehmen, ob es für sowas einen Grund gibt oder ob es sich einfach um Inkonsequenz im Sinne von II. handelt.
III [Meta]. Es gibt tatsächlich Leute, denen sowas bei jeder Gelegenheit als seltsam aufstösst. Mich zum Beispiel. Das wiederum ist vermutlich auch seltsam. Aber eine Berufskrankheit.
Der Fontblog titelt heute ungewohnt euphorisch: «Endlich mal ein gutes Plakat in Deutschland». Indeed: Anlässliches des Besuchs von unser aller Lieblings-US-Präsidentschaftskandidaten (huch, welch abenteuerliche grammatikalische Konstruktion) wird der Unterschied zwischen den grafischen Kulturen in der Wahlwerbung sehr greifbar.
Für all die glücklichen Leute, die schon ein iPhone oder einen iPod Touch haben, gibts bei Poolga interessante Wallpapers. Und zwar für einmal keine Panorama-Landschaftsfotos mit übersättigten Farben oder so, sondern eigenwillige und tolle Designs von verschiedenen Designern und Illustratoren. Was auffällt: Das ganze lehnt ein bisschen in Richtung Collage, Grunge, Handzeichnung; selbst die vektorartigen Grafiken sind oft nicht ganz «sauber», weisen Verwischungen auf und wirken handgemacht. Alles ein bisschen dreckig. Das ist natürlich einerseits ein Trend, andererseits hängt es mit der Auswahl der beteiligten Illustratoren zusammen. Ich finds einen spannenden Ansatz, gerade im Kontrast mit dem schon sehr, sehr, sehr cleanen iPhone.
Wahnsinnig schön und schwer zu empfehlen: Die Heima-DVD von Sigur Rós (von denen ich bisher eigentlich kein Riesenfan war, aber ich glaub, das geht grad los).
Die Konzeption: Am Ende der Welttournee 2006 gab die Band eine Reihe von spontanen (oder zumindest nicht groß publizierten) Gratiskonzerten in ihrer Heimat Island – passenderweise bedeutet der Titel «zuhause». Der Film auf der DVD dokumentiert diese Konzerte, die nur zu einem kleinen Teil auf Konzertbühnen stattfand und zum grösseren auf Wiesen in the middle of nowhere, in Wohnzimmern und Mehrzweckräumen, einmal sogar in einer verlassenen Fischfabrik (oh, Industrieromantik), vor skeptischen und interessierten Zuschauern, deren Enkelkindern, Großeltern, Hunden, Pferden und ein paar Schafen.
Der Film ist toll fotografiert und geschnitten und gibt nicht nur der Band, sondern auch ihrer schon sehr merkwürdigen und faszinierenden Heimat gebührenden Raum. Ich war nur einmal in Island, und das vor etwa 14 Jahren; dieser Film hat das Fernweh nun wieder ausdrücklich beflügelt. Und die Musik gefällt mir langsam auch richtig gut
Trailer (etwas zu dunkel; ganz so extremkontrastig ist die DVD dann doch nicht):
Ausschnitt mit dem Abschluss des Films und Untitled #8 vom ( )-Album. Eigentlich eher atypisch für den ganzen Film (Konzertsetting, wenig Landschaftsbilder), aber so wahnsinnig hypnotisch, dass man ihn eigentlich den ganzen Tag anschauen / anhören müsste.
Zu haben ist die DVD bei cede.ch oder Amazon, wo es auch noch ein paar weitere Videoausschnitte anzuschauen gibt.
Das Chill am Rhy ist wieder da, juhu – ein bisschen kühl ists noch, aber der Blick macht vieles wett. Und dank Moni (merci!) weiss ich jetzt endlich, wie ich mit meiner kleinen Lumix gute Nachtbilder hinkriege. Nämlich: Zuerst den Szenenmodus «Night Scenery» anwerfen, dann den Selbstauslöser (!) benutzen und die Kamera natürlich irgendwo platzieren, wo sie nicht wackelt. Grossartig. Ich hab ja bisher diese Szenenmodi immer boykottiert, aber das ist echt ein Argument dafür – ohne den Szenenmodus wird alles nur dunkel, matschig und körnig.
Als ich kürzlich auf mini-jobs.ch herumklickte, fiel mein Blick auf das – zugegeben sowieso schon eigentümliche – Logo, und der unangenehme Gedanke liess mich nicht los, dass da was richtig im Argen liegt.
Ich will jetzt für einmal nicht darauf hinaus, die sinnlose blaue Schraffur hinter dem Pin mit dem lustigen Schatten zu hinterfragen oder die unmotivierte Kursive des «.ch» oder was auch immer. Ehrlich. Nein, diesmal ist diese Korinthenkackerin inhaltlich empört.
Oh ja: Elton John ist, pardon, war der Vorsitzende der chinesischen Kommunisten! Und sowas Dramatisches erfährt nur, wer auch die Mails im Stinkeordner durchwühlt. Ha.
Was das wohl für die Zukunft des sozialistischen Arbeiterliedes bedeutet … Hilfe. Zumindest die «Candle in the Wind» könnte man schon mal für die olympische Fackel wiederverwenden. Obwohl, die Olympiade ist ja abgesagt.
Nein, hier soll es für einmal nicht um das iPhone gehen. Sondern um eine/n Ladenbesitzer/in in Basel, der mehr Nachfrage hat, als er offensichtlich befriedigen kann:
Vor 27 Jahren machte der Videokünstler Bruce Conner † für David Byrne und Brian Eno dieses Musikvideo.
Byrne & Eno «Mea culpa», 1981 [YouTube]
Oder hier als (speicherbares) Quicktime mit besserer Qualität.
Nicht nur die Musik («Mea Culpa», von dem Album My Life in the Bush of Ghosts, das ich gerade big time entdeckt habe – Jesus! eine kollektive Wurzel von so viel aktueller Musik), also eben: nicht nur die Musik war damals wohl schon sehr neu (das erste Album, das intensiv auf «gefundene» Samples baute), sondern auch das Video. Sozusagen eine Flashanimation, lang lang bevor es Flashanimationen gab. Cool.
Conners technische Experimentierlust – wie auch seine schlichte, mathematisch-logisch-minimalistische und irgendwie wissenschaftlich-trocken wirkende Pünktchen-Grafik – sind heute wie damals aktuell. So frappiert der direkte Vergleich mit dem brandneuen und gerade (zu Recht) durch alle Blogs geschleiften Videoclip von Radiohead.
Vor einer Weile gabs dieses lustige Filmli über die Ängste vor den (nicht existenten) Grenzen von Google StreetView:
.. und jetzt findet sich auf GoogleWatchBlog eine konsequente Fortsetzung, die ich noch um einiges heisser finde – da wirds einem schon latent gruselig zumute. Ein schönes Filmli für die Mittags-, Kaffee- oder Apéropause.
.. bevor sie jemand anders zuerst und auch noch schöner umsetzt.
Seit Jahren trage ich die Idee von in den Raum «projizierten», verzerrt an die Wände gemalten Schriftzeichen, die nur aus einer Perspektive lesbar sind, mit mir rum und setze sie nicht um – selber schuld. Jetzt hats Viktoria Kirjuchina von der UdK gemacht, und zwar sehr schön:
Schon etwas älter, aber immer noch schön: Ein eigenartiges Begebnis aus dem fernen Osten Deutschlands. (Dass da um 7 Uhr morgens niemand unterwegs ist und andere Leute vom Türenstehlen abhält? Das war noch nicht mal im Studentenviertel!)
By the way: Tausend Euro Belohnung? Wie teuer sind eigentlich Türen?
Ich hoffe, ich bin da kein Einzelfall; MacRumors hat noch kein Update drauf, dass es jetzt allgemein läuft, und der Unofficial Apple Weblog verwendet die hübsche Formulierung
It now seems to be working for quite a few folks (at least to some degree)
.. und vielleicht trügt der erste Eindruck ja auch: Einloggen kann ich mich zwar, aber schon bei der Guided Tour streikt er wieder und findet das Video nicht.
Tipp für alle, die wie ich (doh) immernoch über das alte Bookmark auf mac.com zugegriffen haben: Da scheint was zu streiken. Am besten gleich me.com eingeben.
Tipp für überhaupt alle: Nerventee. Langsam nervts echt, oder?
Linktipp für Street-Art-Liebhaber, Genauhingucker und Hobbyphilosophen: Auf Pictures of Walls gibts eine grosse Sammlung von «Street Art» aus der ganzen Welt. In Anführungszeichen deshalb, weil es hier nicht um die grosse laute Künstlerszene mit Banksy&Co geht; hier finden sich im Gegenteil die kleinen, lakonischen Bemerkungen, die von irgendwem stammen könnten und leise den öffentlichen Raum beleben. Schön zum Stöbern.
Linktipp der Stunde: Hier gibt es einen Rechner, der einem sagt, welches Abo von welchem Provider für das eigene iPhone 3G am günstigsten kommt bzw. am besten passt.
Hab grad beim Datenaufräumen (ich habe ja jetzt einen Server) ein richtig altes Dokument wiedergefunden, das – halleluja – immer noch im Netz existiert und über das ich gerade wieder Tränen gelacht habe: What to do in an Emergency in the Year 2003 (das war wohl damals noch Zukunft!). Eine wunderschöne Übung im systematischen Falschverstehen missverständlicher Illustrationen auf diese Art:
Als gestern .Mac Mail down war, dachte ich noch nicht so richtig, dass es jetzt echt schon soweit ist mit MobileMe, dem neuen Online-Dienst, der .Mac ablösen soll.
Und irgendwie hatte ich auch recht damit.
Das wars dann auch. Ich durfte eine Weile das «Loading»-Rädchen bestaunen und jetzt kommt wieder die «Temporarily Unavailable»-Seite. Bisschen schade, das. Hätte ich mir von Apple irgendwie glatter erwartet, den Launch (und das Webmail hätte ich abgesehen davon einfach auch gerne benutzt heute).
Für alle Mitbetroffenen: MacRumors berichtet über die Schwierigkeiten beim Start des neuen Services – offenbar konnten sich manche User schon einloggen, sind aber über den Wartezeiten fast eingeschlafen («Some parts are half-working») – und verspricht bescheidzusagen, wenn es dann wirklich läuft.
EDIT: Jetzt nennt Apple das Kind zumindest beim Namen, wenn man sich versucht zu verbinden.
Was mich bei der ganzen Geschichte schon ankekst: Hätten die nicht solange, bis es läuft, noch die alten .Mac-Webapps laufen lassen können? Im Büro greife ich via Webmail auf meine Mails zu. Das geht jetzt seit bald zwei Tagen nicht.
Da überlege ich schon die ganze Zeit, wann ich nun endlich in die Olafur-Eliasson-Ausstellung gehe – hu! die geht nur noch bis am Sonntag! –, da macht der Mann sowas in New York.
In einem sehr spannenden, konstruktiven und dialogischen Prozess habe ich für die Amsterdamer Software-Entwicklerbude te-con dieses neue Logo entwickelt. Heute ist es fertig geworden.
Das Endresultat zeichnet sich von der Grundidee her bereits in manchen ersten Grobskizzen ab:
Kuhle Idee: The Dark Side of Switzerland. Gefunden bei Behance via okej.
Irgendwie siehts zwar von weitem eher aus wie ein mumifizierter Hamster als wie Mr. Darth V., aber lassen wir das mal gut sein.
Der achsensymmetrische, scherenschnittartige Vektor-Stil (ist das grad in? Mich dünkt, man sieht sowas in letzter Zeit ab und zu) erinnert mich leider auch wieder an dieses Bild von Ryan McGinness, das ich an der Art sehr gerne gekauft hätte, wenn ich zufällig fünfzehntausend Dollar dabeigehabt hätte.
Das ergibt zwar keinen Darth Hamster, dafür kriegt man Blattgold. Ah, dieses Bild. Schade, kann mans nicht grösser anschauen.
Mein kleines Kontrollzentrum hat Zuwachs bekommen:
Das Ding in der Mitte, das aussieht wie ein Serverschrank mit aktiviertem Kindchenschema, heisst Netgear ReadyNAS Duo und ist meine neue «Network Attached Storage»: eine Art Miniserver, der jetzt laufend mein ganzes Projektarchiv und Backup (und meine iTunes-Library) aufnehmen darf – und damit dann von allen meinen (ok, zwei) Computern aus plus optional übers Internetz erreichbar ist.
Hier ein paar erste Eindrücke – ein richtiges Review folgt, wenn ich mich mit dem Dingchen richtig eingelebt habe.
Schon irgendwie schade, wenn man sich Präzision auf die Fahnen schreibt und dann schief druckt. Der verantwortliche Grafiker möcht ich jetzt nicht sein.
Da muss man ein bisschen das Hirn ankurbeln (und grossklicken, sorry, klein kann mans nicht lesen); ein paar davon hab ich auch noch nicht verstanden (was ist mit «Working Overtimor»?). Aber ein schöner HAHA!-Effekt, wenn man wieder eins geschnallt hat. Kleiner Tipp: …
Linktipp: neuerdings vergleicht die Orange- und Swisscom-Preise fürs iPhone detailliert und recht aufschlussreich. Was ich mache, weiss ich noch nicht, ich tu ja immer noch so, als könnte ich es mir eh nicht leisten, was ich mir leider inzwischen nicht mehr so richtig glaube.
EDIT: neuerdings hat ein ganzes Special zum iPhone 3G. Da erfährt man ungefähr alles. Sorry, dass hier nicht mehr steht – mir bleibt nicht viel zu sagen übrig.
Wow: Apple ist um einen ernsthaften Grosskunden reicher: Axel Springer stellt komplett auf Apple-Produkte um.
Das bringt, wie der infamy-Blog schreibt, Apple einerseits nicht unbedingt Sympathiepunkte. Was ich andererseits schon faszinierend finde, ist diese Einschätzung:
Eine sehr kryptische Sache. Könnte denen unter Euch auch passieren / passiert sein, die ICQ nutzen, aber nicht mit dem Standardclient: Eine eigenartige Fehlermeldung befindet: «the client version you are using is too old».
Oder sie werden nicht aussterben gelassen*: Es gibt tatsächlich immer noch Werbung für Produkte, die das «Geheimnis der perfektesten Hausfrauen» sein wollen. Mit Ausrufezeichen.
Gibts für sowas wirklich noch ein Zielpublikum?
(* PC-Disclaimer: Nein, ich finde nicht, dass perfekte Hausfrauen aussterben sollten. Aber das Konzept von denselben.)
Ich bin Nina. Sehsüchtig, manchmal auch sonst ein bisschen verrückt; selbständig als Multimedia-Designerin und Grafikerin, in und aus Basel, spezialisiert auf die Umsetzung und Inszenierung von Inhalten aus dem Kultur- und dem Bildungsbereich.
Ich liebe gute Typographie. Zeichen, Formen, Flächen, Konturen, Farben, Kontraste, Kompositionen; und schlechte Umsetzungen irritieren mich manchmal zutiefst. ... Weiterlesen »