Archiv für Oktober 2008
Fipptehler des Tages
In input on 30. Oktober 2008 at 09:29Nada Surf im Volkshaus: Sound ohne Tiefenschärfe
In basel, input on 26. Oktober 2008 at 14:58Am Freitag war ich endlich mal wieder an einem Konzert.
Nada Surf haben im Volkshaus gespielt, und ich muss sagen, Spass gemacht hats. Ich kenne die Band eigentlich nur durch Moni (danke!), die mich diesmal auch mitgenommen hat. Die Sache nennt sich «College Rock» und tönt (wie Anne-Catherine treffend bemerkt) ein bisschen wie die amerikanische Version von Britpop. Amipop? Anyway: Mehrmals habe ich mich an das Coldplay-Konzert erinnert gefühlt, das ich vor, öh, zwei Jahren oder so in Dresden gesehen habe: Das rockt, das fetzt, dann wirds wieder ruhiger, dann fetzts wieder. Handwerklich echt gut gemacht, gute Harmonien, gute Rhythmen (wenn auch immer wieder ein bisschen dieselben), und irgendwie lässt es einen jenseits der oberflächlichen Basisreflexe (Beat im Bauch = Tanzen; ruhige Melodie = Feuerzeug rauskramen) kalt. Also mich.
Laugh now … but one day we’ll be in charge
In input on 22. Oktober 2008 at 21:54Sagen Banksys Affen.
Also in Zürich sind sie offenbar schon in charge, und das soll jetzt kein (aktuell fussballfrustriertes) Basler Statement über Zürich sein, nein, ehrlich: in Downtown Switzerland sind Banksys Affen schon angekommen.
Also: Banksy-Stippvisite oder Banksy-Fan? Sieht das jemand? Dass der Stencil nicht genau derselbe ist, sieht man ja; hat der Mann wohl auch mit mehreren unterschiedlichen Vorlagen gearbeitet? Oder ist es dann nicht «echt»?
Wochenrückblick
In input, output on 19. Oktober 2008 at 23:50Zur Entschuldigung fürs lange Nichtposten – und zur Feier des hundertsten Posts (!) – hier die sehsucht-Highlights der Woche im Überblick!
.
Der vorwurfsvolle Blick der Woche
Morgens um acht im Zug nach Zürich aufgegessen zu werden, würde mir auch nicht gefallen, zugegeben.
.
Die Gebäudebeschriftung der Woche
Kann mir jemand sagen, was das jetzt ist?
.
Schriftsehsucht on Tour
In input on 11. Oktober 2008 at 22:57Ich war gerade in Mainz und Bonn. Das Ziel: Das Originalschriftmuster der Industria in der Bibliothek des Gutenbergmuseums zu scannen. Damit war das Thema, der Filter gesetzt. Unterwegs habe ich irgendwann festgestellt, dass ich in diesen mir neuen Städten ausschliesslich Schriftzüge fotografiert habe. Neue Städte begeistern mich immer auf der Schrift-Ebene, schon nur die Strassenschilder machen mich glücklich, bannen meinen Schritt, so dass ich alle paar Meter meine Tasche nach der Kamera umgraben muss.
Ich kaufe ein A.
In input on 9. Oktober 2008 at 22:35Gott, hab ich immer gern … was war das nochmal, jedenfalls diese Sendung geschaut, wo ein Spruch aufgedeckt werden musste, die Konsonanten konnte man sich am Glücksrad erdrehen und Vokale musste man kaufen. Das ist aber Urzeiten her, ich weiss nicht mal, obs das noch gibt, geschweige denn, wie es hiess.
Vielleicht möchte jemand von Euch ja auch mal im echten Leben ein A kaufen. So ein A kann nämlich wahnsinnig praktisch sein, zum Beispiel so:
Und wer sich immer schon gefragt hat, wo er denn so ein A herkriegen könnte, dem wird offenbar hier geholfen:
Wenn jemand einen Dealer für ein N kennt, bitte bescheidsagen. Bei Ikea, wo mein A her ist, gabs noch M, X und O. Glaub ich. Aber auch das ist Urzeiten her.
Von Ironiezeichen und Interrobangs
In input on 2. Oktober 2008 at 22:04Satzzeichen: Punkt, Komma, Doppelpunkt, Semikolon, Ausrufezeichen, Fragezeichen. Kennen wir alle. Dann vielleicht noch Gedanken- und Schrägstriche und den Hochpunkt. Dass es aber auf der freien Wildbahn der Satzzeichen auch ziemlich exotische Kreaturen gibt, die man nur selten zu Gesicht bekommt, wissen die wenigsten. Sozusagen das
der Orthotypografie.
Begeben wir uns also auf eine kleine Entdeckungsreise, liebe Kinder, anlässlich des gestrigen National Punctuation Day (ehrlich!). Pro specie rara typographica, sozusagen. (Via: Fontblog, FontFeed.)
Das da links wäre also das vielleicht bekannteste der exotischen Zeichen: das Interrobang. Sieht irgendwie aus wie zwei unterschiedliche Tiere zusammengepappt, und das ist es auch: als einzelnes Zeichen soll es die Kombination «!?» ablösen und so, laut Wikipedia,
am Ende einer Frage [...] zeigen, dass sie erregt oder ungläubig gestellt wird.
«Swissness» im Plakatdesign
In basel, input on 1. Oktober 2008 at 10:18Zu empfehlen für die Mittagspause oder sonst für eine halbe Stunde zwischendurch: Die Bibliothek für Gestaltung Basel und die Basler Plakatsammlung zeigen noch bis zum 25. Oktober «Swissness: Möbel, Mode, Markenprodukte in Plakat und Buch». Wie üblich ist die Ausstellung sehr klein, aber durchaus fein und ausserdem gratis.
Dabei kommen die im Titel als ebenbürtig angekündigten Bücher für meinen Geschmack präsentationsbedingt (wohl gezwungenermassen) zu kurz, da hinter Glas und so nicht wirklich anschaubar. Die Schweizer Werbeplakate aber – nicht nur aus der klassischen Hoch-Zeit der «Schweizer Grafik», sondern breit gefächert von den 20er- bis in die 90er-Jahre – sind schon sehr spannend. Ich frage mich immer, ob man unsere heutige Werbung in 50 Jahren auch als so lustig und so «Zeitgeist-enttarnend» empfinden wird. (Zeitgeistenttarnend ist die aus den 90er-Jahren ja auch schon, aber für mich nicht lustig. Eher blöd.)
Vor allem auch das typographische Auge kommt wieder mal auf seine Kosten.























