Nein, Tipp-Fehler sind das nicht. Und Druck-Fehler eigentlich auch nicht: Einige wunderbare Verschreiber / Verkleber / Verkachler aus der NYC Subway zeigt der Gothamist (NYC Transit’s Top Typos), gefunden via Typophile. – Warum hab ich in New York nie sowas gesehen? Muss da wohl doch nochmal hin!
Archiv für Februar 2009
Ein echtes Käselogo (für 50 Dollar)
In input, workflow on 18. Februar 2009 at 15:39Wie arbeiten eigentlich diese Buden, die einem ein Logo für 50 Dollar versprechen, zumal für einen schrägen Kunden wie, sagen wir, eine religiös orientierte Käsegrosshandlung namens «Cheeses of Nazareth»? (Doch, doch!) Jim Walls von 160over90 hats getestet und den, äh, Arbeitsprozess dokumentiert – was ziemlich zum Schreien ist. Skurrilste Realsatire: The 50 Dollar Logo Experiment. (Englisch – aber sonst sinds die Bilder allein schon wert …)
15,2 cm Pause und eine Gemüseschmorrolle
In basel, input on 16. Februar 2009 at 09:33Bitte, kann mir jemand auf unschweinische Weise diesen Werbespruch erklären? Ich muss nur lachen.

Was soll das nur bedeuten: Ein 15,2 cm langes Teeregal? Nicht sehr viel Auswahl, dann. Eine 15,2 cm hohe Teepackung? Aber die muss man ja nicht auf einmal auslöffeln. Oder bezieht sich das auf das Fotoformat? (10×15 cm ist glaub ich 15,2 breit.) Aber was bedeutet das: Jetzt in jeder Teepackung ein Selbstauslöser, so à la YPS-Gimmick? Was dann allerdings eher gruselig ist in Zeiten der medialen Bigbrotheritis – vor allem, wenn man sich mal anschaut, was mit dem armen Teetrinker da passiert ist. Nicht so die Wirkung von Tee, wie ich mir sie vorstellen würde … aber was weiss ich schon, ich Coffee-and-Cigarettes-Mensch.
Als Bonus gibts noch dieses auch ein bisschen verwirrende Schild des Tages.

Viele Fragen. Wie macht man aus einem «Bio Rind» eine «Gemüseschmorrolle»? Seit wann gibt es in Basel eine «Inder Bio Metzgerei»? (OK, der war schwach.) Und: Was ist überhaupt eine Schmorrolle? Ganz bestimmt kein Wort, das sich im Vorbeigehen leicht lesen lässt.
Ich glaub, ich schenke denen einen Satz Bindestriche. Für die Bio-Metzgerei, das Bio-Rind und die Schmor-Rolle, die damit ganz fabulös lesbar wird.
Übrigens: Ich hab nichts gegen den Höheners. Die haben dramatisch tolle Bio-Fair-Trade-Haselnuss-Milch-Schokolade.
Sonett für eine Schrift
In output on 15. Februar 2009 at 18:50
Valentype ist ein schöner Wettbewerb. Zum Valentinstag liess FontShop schriftverliebte Menschen ihre Liebe zu einer Schrift aus der FontFont- (oder OurType-) Bibliothek erklären – als Bild, als Text, als Gedicht, wie auch immer – und als erster Preis winken vier Schnitte von exakt dieser Schrift. Was soll ich sagen, ich konnt mich nicht bremsen, die Legato liebe ich wirklich in epischer Breite und Tiefe.
Man könnte das auch humoristischer illustrieren, natürlich.

Alle bisherigen Eingaben können in dieser Galerie betrachtet werden; die vom letzten Jahr sind hier zu sehen. Und wenn mir jemand ein bisschen die Daumen drücken mag, freut mich das auch!
Neue Drucksachen
In output on 15. Februar 2009 at 18:37Wieder mal ein «Output»-Update: Am Samstag hab ich die Visitenkarten und Flyer von Inge Wegmann bekommen. Druckfrischst!

Inge Wegmann ist eine junge Psychologin, die in ihrer Praxis in Riehen Mediation, Supervision und Beratung/Coaching anbietet – fröhlich, angenehm und vor allem hochprofessionell und vertrauenswürdig. Diese Eigenschaften habe ich in der Logo- und Drucksachengestaltung wiederaufzunehmen versucht. Aus der konkreten Idee von zwei sich verbindenden Händen (Zusammenarbeit, Partnerschaft, Vertrauen, &c.) ist über mehrere Skizzen- und Verfeinerungsphasen das abstrakte Zeichen der beiden «g»s erwachsen, die sich nicht physisch aneinander binden, aber in ihrem feinen und dennoch selbständigen Zusammenspiel eine Verbindung andeuten. (Yeah! Das war ein Satz.
)


Identity-Schrift ist die Ezzo von DSType geworden, die meiner Meinung nach exakt! den richtigen Ton trifft (und die Erfahrungen aus meinem Type-Design-Kurs haben fürs Anpassen dieser «g»s, deren Schlinge normalerweise geschlossen ist, viel gebracht!). Und da sich die Ezzo nicht für Lauftext eignet, kommt im Flyer zudem die Dolly von Underware zur Anwendung.
Fazit: Hat Spass gemacht und kommt offenbar gut an. Ich bin glücklich.
There is a house…
In basel, input on 7. Februar 2009 at 23:34There is a house on Dornacher Street
That’s called the broken house;
Antıquitäten does it sell, Gärete too,
If you’re needing something for your spouse…
We hope not all their goods are broken –
when we were there, it wasn’t open.
(Reim Dich, oder ich werf Dir ein Elektrogäret an den Kopf!)

Mit diesem Ultimo-Schreibfeler-Foto, das ich eigentlich schon ganz lange mal machen wollte, melde ich mich (was ich auch schon ganz lange machen wollte) aus der Versenkung zurück. Wenn man so lange nichts geschrieben hat, wird es immer schwieriger, was zu schreiben – aber ich lebe noch und alles ist gut. Und bis zum nächsten Post gehts garantiert keine zwei Monate.





