Mein liebster indischer Laden does it again:
Mit ‘fundstücke’ verschlagwortete Einträge
Trouvaillen des Tages
In input on 3. November 2008 at 12:05Ich bin leider nicht im Büro. Biegen Sie einfach schon mal links ab. – via baz
Wochenrückblick
In input, output on 19. Oktober 2008 at 23:50Zur Entschuldigung fürs lange Nichtposten – und zur Feier des hundertsten Posts (!) – hier die sehsucht-Highlights der Woche im Überblick!
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Der vorwurfsvolle Blick der Woche
Morgens um acht im Zug nach Zürich aufgegessen zu werden, würde mir auch nicht gefallen, zugegeben.
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Die Gebäudebeschriftung der Woche
Kann mir jemand sagen, was das jetzt ist?
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Ich kaufe ein A.
In input on 9. Oktober 2008 at 22:35Gott, hab ich immer gern … was war das nochmal, jedenfalls diese Sendung geschaut, wo ein Spruch aufgedeckt werden musste, die Konsonanten konnte man sich am Glücksrad erdrehen und Vokale musste man kaufen. Das ist aber Urzeiten her, ich weiss nicht mal, obs das noch gibt, geschweige denn, wie es hiess.
Vielleicht möchte jemand von Euch ja auch mal im echten Leben ein A kaufen. So ein A kann nämlich wahnsinnig praktisch sein, zum Beispiel so:
Und wer sich immer schon gefragt hat, wo er denn so ein A herkriegen könnte, dem wird offenbar hier geholfen:
Wenn jemand einen Dealer für ein N kennt, bitte bescheidsagen. Bei Ikea, wo mein A her ist, gabs noch M, X und O. Glaub ich. Aber auch das ist Urzeiten her.
Deutschfehler richtig gemacht
In basel, input on 25. September 2008 at 18:16Hier in der Migros arbeiten viele Elsässer. Und Innen. Und wenn man «Efeuille» französisch ausspricht, tönt das genau wie «Efeu». Grossartig, oder? Leider geht es nicht wirklich so, aber der Fehler ist total nachvollziehbar (und das Wort sieht lustig aus).
Da spürt man doch den Charme des Fremdsprachlers, der sich aus Versehen verschreibt, obwohl er sich das ganz logisch überlegt hat (und einem damit auch undidaktisch die Komplexität und Willkürlichkeit der eigenen Sprache vor Augen hält) – genau den Effekt also, den die doofe Mastro-Lorenzo-Werbung gestern erzielen wollte, aber dran vorbeigemurkst hat.
Fazit: Wollt Ihr Deutschfehler, dann lasst Nichtmuttersprachler texten!
Des Mastro Lorenzo und dem Deutsch
In input on 24. September 2008 at 21:19«Ich liebe jedem seiner Stärken»: Soll das jetzt so ein Italiener-können-Kaffee-aber-kein-Deutsch-Ding sein wie das mit dem «Isch ‘abe gar keine Auto»? Andere fragen sich das auch. Und 20 Minuten bestätigt die schreckliche Vermutung («Christa rettet dem Dativ») und sieht Christa Rigozzi damit auf «Verona-Feldbusch-Niveau». Was auch schon falsch ist, die Gute heisst ja schon gar nicht mehr Feldbusch, sondern Pooth, was ich wiederum, der Gerechtigkeit halber sei es zugegeben, nicht aussprechen kann.
20 Minuten zitiert dann auch die ungenannt bleibende PR-Agentur:
Das Sprachspiel soll den italienischen Charme unterstreichen.
Sprachspiel? Spiel? Wo?
Ich finde das ehrlich gesagt ein deutlich bemühtes Falschdeutsch und den «Witz» damit misslungen. Es ist schon ein sehr kreativer grammatikalischer Fehler, aber ein konstruierter, der damit niemals so lustig ist (und niemals so kreativ) wie wirklich passierte Fehler. Ein Fehler, auf den bestimmt nur Leute kommen, die perfekt Deutsch sprechen und sich dann irgendwie angestrengt Fehler ausdenken, die andere vielleicht machen könnten, die nicht wissen, wie’s geht. Auf «jeden» hätte man ja kommen können, das wär nur ein falsches Genus. Aber ein falsches Genus und einen falschen Kasus? Da käme doch keiner auf die Idee, aus Versehen einen solchen Fehler zu machen. Vor allem weil «seiner Stärken» dann wieder perfekt ist.
Auf mich wirkt das höchst konstruiert und irgendwo auch ein wenig problematisch. Ich meine, auf «hier werden Sie geholfen» kommen bestimmt auch Deutsch-Muttersprachler von selber, und Verona P. nahm ich den auch höchstpersönlich ab. Auch den mit dem «isch abe keine Auto» fand ich irgendwie sympathisch, sowas hat man ja realiter auch mal so ähnlich gehört. Aber unsere Sprache so willkürlich zu vermurksen, wie es wohl keiner tun würde, der sich darum bemüht … Ist das jetzt nicht auch irgendwie condescending? Das mit dem «italienischen Charme» hat da für mich so einen unangenehm gönnerhaften, leicht herablassenden Beigeschmack. Ein bisschen ungut, so wie aufgewärmter Kaffee.
(Danke für den Tipp, Sophie!)
Ein Nuschelschild
In basel, input on 8. September 2008 at 23:55Was beklagt man sich nicht gern über die marktschreierische Natur der Werbung, die uns umgibt. Um so faszinierender ist es, einem Schild zu begegnen wie diesem, das auf ein vorproduziertes Schreien hin («rivella!!!!!!!») nur noch ein stream-of-consciousness-mässiges Nuscheln von sich zu geben vermag:
Man hat den Eindruck, die wollen gar nicht so gern anpreisen, was sie alles haben. Bei den «Schinkengipfeli», da war noch etwas Selbstvertrauen da. Aber das «Menu zum mitnehmen»? Das ist nicht nur klein geschrieben, es ist dazu auch noch sehr klein geschrieben, if you know what I mean. Auch der Flamenkuchen ist interessant – eine belgische Variation des elsässischen Klassikers vielleicht? – Es macht einem fast ein schlechtes Gewissen, die Schreibfehler überhaupt zu sehen, wenn sich da jemand schon so offensichtlich zum Schreiben gezwungen hat. Am liebsten würd ich drunterschreiben: Hey! I’m OK – you’re OK. Und der «Pizza- Lauch + Pouletstrudel» ist sicher echt gut. Nein, wirklich. Was auch immer das ist.
Der sinnentstellende Tippfehler des Tages
In input on 10. August 2008 at 14:20Ja wie jetzt?
In basel, input on 28. Juli 2008 at 22:37Betriebs- und Lagerräume? Im Ernst?
Ich staune und verkneife mir jegliche Kommentare unter der Gürtellinie. Doch, ehrlich.
(Gefunden heute im Baslerstab. Eben: Mein liebstes Stück Basel.)
Coop-Typo
In basel, input on 25. Juli 2008 at 23:35Hab kürzlich den Fehler (?) gemacht, mir den Schriftzug vom Coop Spalemärt genauer anzuschauen.
Geographie: Mangelhaft
In input on 17. Juli 2008 at 16:35Als ich kürzlich auf mini-jobs.ch herumklickte, fiel mein Blick auf das – zugegeben sowieso schon eigentümliche – Logo, und der unangenehme Gedanke liess mich nicht los, dass da was richtig im Argen liegt.
Ich will jetzt für einmal nicht darauf hinaus, die sinnlose blaue Schraffur hinter dem Pin mit dem lustigen Schatten zu hinterfragen oder die unmotivierte Kursive des «.ch» oder was auch immer. Ehrlich. Nein, diesmal ist diese Korinthenkackerin inhaltlich empört.
Vergleiche:
Ländergrenzen heute (Wikipedia)
Ländergrenzen im 18. Jahrhundert (auch Wikipedia)
Warum hat eine Internet-Jobbörse die Schweiz in den Grenzen der Alten Eidgenossenschaft im Logo?
Konstruktive Dekonstruktion
In input on 5. Juli 2008 at 01:41Basel ` s erste meiste Fragen an einen Flyer
In basel, input on 30. Juni 2008 at 21:12Der hier war heute in meinem Briefkasten.
Also.
Jetzt mal abgesehen davon, dass da der absolute Inbegriff des Deppenapostrophs drauf ist – nicht nur ein Apostroph, wo keiner hingehört; nicht nur ein Akzent statt eines Apostrophs, der da nicht hingehört; nein, ein Leerschlag, ein Akzent und noch ein Leerschlag, wo nicht einmal ein Apostroph hingehört – also davon einmal abgesehen plagen mich seither diverse Fragen.
Was ist «Basel ` s erste grösste Pizza»: War das mal (vermutlich 2003) die grösste, ist es aber nicht mehr? Warum muss man «GRÖSSTE» unbedingt GROSS schreiben, damit es auch alle verstehen? (Ist es also auch die GRÖSSTE FETTESTE Pizza?) Warum sieht die Gattungsbezeichnung, mal abgesehen vom Deppen Leerzeichen, aus wie «Pizza Hurier», und warum sieht überhaupt das ganze Ding aus wie Werbung für einen schlechten Erotik-Megastore?
Aber richtig verwirrend wirds erst.
Deppenapostroph reloaded
In input on 29. Juni 2008 at 13:51Also als Gestalter muss man nicht Deutsch können. Und Englisch eh nicht. Man muss einfach machen, dass es irgendwie noch lustig aussieht.

Nieveaufolle Vundstücke
In basel, input on 29. Juni 2008 at 13:27Da der gute Herr Sick, B., seine (von mir sehr geliebte) Zwiebelfischchen-Seite seit Dezember (!) nicht mehr aktualisiert hat, stelle ich die drei wunderbaren Fundstücke, die ich ihm dafür gesendet habe, jetzt halt hierhin. Ich liebe und sammle sowas.
(Wohl das beste Wort überhaupt, bei dem man einen dummen Schreibfehler machen kann! Gefunden im Baslerstab)

































