auftragsarbeiten, drucksachen, flyer, fotografie, grafikdesign, output, plakat, tagungsprogramm, typografie
In output on 5. April 2009 at 15:28
Ist doch mal ein anderer Titel als «Neue Drucksachen»! Dabei geht es genau darum: Neue Drucksachen habe ich vorgestern von der Druckerei bekommen, Plakate und Flyer für eine Tagung:

«Ästhetik des Opfers»: Kein einfaches Thema. Es geht übrigens – auf Deutsch ist das Wort ja auch noch so schön doppelsinnig – nicht um Menschen, die Opfer von Gewalt, Krieg etc. werden (victima), sondern um religiöse Opferrituale (sacrificia). Wie visualisiert man das möglichst allgemein, d.h. ohne konkrete Anspielungen auf einzelne Kulturkreise? Das Opferlamm flog raus, Opferschalen und -altäre auch, Kreuze sowieso, auch Hünengräber und Dolmen.
Was aber könnte universaler sein als Blut? Als konkretes Zeichen wie auch als kraftvolle Metapher vermag der Blutfleck eine Menge von «Konkretheitsstufen» abzudecken – und seine Reihung deutet auf die Institutionalisierung, die Repetitivität, die Ritualhaftigkeit des Opferritus hin.

Alles klar?
Spass gemacht hats vor allem. Nicht nur das konzeptionelle Hirnen (inkl. Recherche in der Unibibliothek), sondern vor allem auch die Umsetzung (notabene grösstenteils im Zustand akuter Grippe und Bronchitis). Fotografiert habe ich das Motiv nämlich selber, Blut auf Marmor, ich meine: Randensaft auf Balkontisch.
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billiganbieter, grafikdesign, logo, logogestaltung, realsatire
In input, workflow on 18. Februar 2009 at 15:39

Wie arbeiten eigentlich diese Buden, die einem ein Logo für 50 Dollar versprechen, zumal für einen schrägen Kunden wie, sagen wir, eine religiös orientierte Käsegrosshandlung namens «Cheeses of Nazareth»? (Doch, doch!) Jim Walls von 160over90 hats getestet und den, äh, Arbeitsprozess dokumentiert – was ziemlich zum Schreien ist. Skurrilste Realsatire: The 50 Dollar Logo Experiment. (Englisch – aber sonst sinds die Bilder allein schon wert …)
drucksachen, flyer, grafikdesign, inge wegmann, logo, output, visitenkarte
In output on 15. Februar 2009 at 18:37
Wieder mal ein «Output»-Update: Am Samstag hab ich die Visitenkarten und Flyer von Inge Wegmann bekommen. Druckfrischst!

Inge Wegmann ist eine junge Psychologin, die in ihrer Praxis in Riehen Mediation, Supervision und Beratung/Coaching anbietet – fröhlich, angenehm und vor allem hochprofessionell und vertrauenswürdig. Diese Eigenschaften habe ich in der Logo- und Drucksachengestaltung wiederaufzunehmen versucht. Aus der konkreten Idee von zwei sich verbindenden Händen (Zusammenarbeit, Partnerschaft, Vertrauen, &c.) ist über mehrere Skizzen- und Verfeinerungsphasen das abstrakte Zeichen der beiden «g»s erwachsen, die sich nicht physisch aneinander binden, aber in ihrem feinen und dennoch selbständigen Zusammenspiel eine Verbindung andeuten. (Yeah! Das war ein Satz.
)


Identity-Schrift ist die Ezzo von DSType geworden, die meiner Meinung nach exakt! den richtigen Ton trifft (und die Erfahrungen aus meinem Type-Design-Kurs haben fürs Anpassen dieser «g»s, deren Schlinge normalerweise geschlossen ist, viel gebracht!). Und da sich die Ezzo nicht für Lauftext eignet, kommt im Flyer zudem die Dolly von Underware zur Anwendung.
Fazit: Hat Spass gemacht und kommt offenbar gut an. Ich bin glücklich.
fundstücke, geographie, grafikdesign, grenzen, input, logo, merkwürdig, panne, peinlich
In input on 17. Juli 2008 at 16:35
Als ich kürzlich auf mini-jobs.ch herumklickte, fiel mein Blick auf das – zugegeben sowieso schon eigentümliche – Logo, und der unangenehme Gedanke liess mich nicht los, dass da was richtig im Argen liegt.

Ich will jetzt für einmal nicht darauf hinaus, die sinnlose blaue Schraffur hinter dem Pin mit dem lustigen Schatten zu hinterfragen oder die unmotivierte Kursive des «.ch» oder was auch immer. Ehrlich. Nein, diesmal ist diese Korinthenkackerin inhaltlich empört.
Vergleiche:
Ländergrenzen heute (Wikipedia)

Ländergrenzen im 18. Jahrhundert (auch Wikipedia)

Warum hat eine Internet-Jobbörse die Schweiz in den Grenzen der Alten Eidgenossenschaft im Logo?
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