visuell fixiert in basel

Musikvideos, Punkte, Pixel

In input on 16. Juli 2008 at 12:16

Vor 27 Jahren machte der Videokünstler Bruce Conner † für David Byrne und Brian Eno dieses Musikvideo.

Byrne & Eno «Mea culpa», 1981 [YouTube]

Oder hier als (speicherbares) Quicktime mit besserer Qualität.

Nicht nur die Musik («Mea Culpa», von dem Album My Life in the Bush of Ghosts, das ich gerade big time entdeckt habe – Jesus! eine kollektive Wurzel von so viel aktueller Musik), also eben: nicht nur die Musik war damals wohl schon sehr neu (das erste Album, das intensiv auf «gefundene» Samples baute), sondern auch das Video. Sozusagen eine Flashanimation, lang lang bevor es Flashanimationen gab. Cool.

Conners technische Experimentierlust – wie auch seine schlichte, mathematisch-logisch-minimalistische und irgendwie wissenschaftlich-trocken wirkende Pünktchen-Grafik – sind heute wie damals aktuell. So frappiert der direkte Vergleich mit dem brandneuen und gerade (zu Recht) durch alle Blogs geschleiften Videoclip von Radiohead.

«House of Cards» wurde ohne Kamera hergestellt (sondern mit Laserscannern) und sieht daher nicht fotorealistisch aus, sondern gepünktelt. Datenwolken. Profile. Punktanhäufungen, Bewegungen. Eigentlich wie bei Conner, wenn man den 27jährigen Technikvorsprung rausrechnet. Natürlich ist Radiohead bunter, feiner aufgelöst und dreidimensional. Und diesen Videoclip gibts auch interaktiv auf Google Code. Aber vom ästhetischen Ansatz her? Schon ähnlich. Oder?

Radiohead «House of Cards», 2008

Interaktive Version auf Google

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