visuell fixiert in basel

Last Minute Election Graphics

In input on 4. November 2008 at 21:15

Die New York Times empfiehlt, ab 19 Uhr EST mit Popcorn vor dem Fernseher zu sitzen. Da es hier dann quasi schon morgen ist und ich unmöglich bis dann Popcorn essen kann, hier – sozusagen auf den letzten Drücker vor der grossen Entscheidung – ein kleiner Einblick in die teils wirklich beeindruckende Grafik, die ein Wahlkampf in den U. S. of A. mit sich bringen kann. (Man stelle sich so etwas Hochkarätiges hier vor. Aber eben – man stelle sich so etwas Hochkarätiges wie Obama hier vor.)

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laut lesen.

Unter dem Titel «DON’T VOTE. Things are fine just the way they are» ruft eine beeindruckend gut gemachte unabhängige Kampagne mit schicker und konsistenter – und auch thematisch treffend eingesetzter – Retro-Grafik zum Urnengang auf. Ins Leben gerufen wurde die Sache von zwei Agenturen in Portland, Oregon (Pollinate Media und Borders Perrin Norrander, Inc.).

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barcodeflag

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via Visualculture. Die ganzen Plakate kann man übrigens hier downloaden.

Eine weitere nicht kommissionierte Arbeitenreihe ist die Serie «30 Reasons» mit dem einfachen Konzept: «30 graphic designers present 30 reasons to vote for Barack Obama», und passend zum allgemeinen overachiever-Groove der Obama-Leute sind es 31 geworden. Hinter dem Projekt stehen drei Leute, die mit Klarnamen und Emailadresse aufgeführt sind und die zu recherchieren sich dann plötzlich irgendwie anfühlt, als steckte man in einem ARG (seht selbst: Chris Thomas resp. notchris.com; Jesse Arneson; Julia Zimmerman).

Anyway: Die Wahl ist kein ARG und die Plakate sind zum Teil wirklich sehenswert. Künstlerischer und mit mehr Freiraum / wenig erkennbarer Zusammengehörigkeit als die «Don’t Vote»-Kampagne – also eher am künstlerischen Ende der Kunst-Propaganda-Achse einzuordnen.

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Andrew Degraff

Luba Lukova

Luba Lukova

Andrio Abero

Andrio Abero

Neil Donnelly

Neil Donnelly

Diese und andere Plakate gibts hier als PDF-Downloads.

Aus dem kommissionierten Bereich kommt dieses auch sehr schöne und schlichte Plakat, das Jonathan Hoefler (ja, der von Hoefler & Frere-Jones) für Obama, pardon: «For America.» gestaltet hat:

hoefler-obama-poster4

Und wo wir bei dem Thema sind, kann ich nicht umhin, auf Shepard Fairey alias Obey Giant hinzuweisen, dessen ikonisches «Hope»-Siebdruckposter – leider nicht als Siebdruck – in meinem Wohnzimmer hängt. (Was zum Lesen: SuperTouch-Interview «Shepard Fairey on Obama».)

shepfobammma1

vote-poster2

Und jetzt hilft nur noch Daumendrücken. Zehen nicht vergessen.

(Update: Popcorn hab ich jetzt doch gekauft.)

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