visuell fixiert in basel

Kunst, Kunst, Kunst

In input on 21. November 2008 at 00:00

Kunst I: Böcklin fürs Kinderzimmer

boecklin

«Hommage an Böcklin». Doch, ehrlich! Das muss in die Geschichte eingehen als die absolut harmlos-dümmlichste Umsetzung eines furchteinflössenden Meisterwerkes (das ich mir, lang ists her, als Postkarte auf meine Maturlektüren-Ausgabe von Camus‘ «La Peste» geklebt habe). Irgendwie ist das so grauenvoll respektlos, dass es schon fast wieder gut ist. Aber nur fast.

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Kunst II: Blätzlibajass-Kostüme für Eskimos

ninasfriends

Solche Auswirkungen der Globalisierung muss man sich mal geben: Da gestaltet eine koreanische Künstlerin eskimoartige Kostüme im Stil der Basler Blätzlibajasse, und das wird dann an der Kunst Zürich ausgestellt. Ich finds toll. Toll! Knuddlig. Nur ein bisschen … leer. Da fehlt wohl noch ein fasnachtswilliger Basler Zwergeneskimo … Und ich fürchte ein bisschen, dass ich der bin. Das Werk heisst nämlich «Tscho-Young Nina’s Friends» (und unter dem Namen «Nina’s Friend» gibts von dieser Künstlerin auch noch andere Kreaturen). Wer mir erklärt, wer oder was «Tscho-Young» ist, der … äh … ist nett.

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Kunst III: There are many like it, but this one is mine

chatz_1

An der Kunst Zürich hab ich mir, dank dem VFO, auch ein Bild geleistet. Nummer Eins aus der Serie «Chatz» von Daniela Keiser zeigt tatsächlich eine Katze; für mich erst einmal ein tief verwurzeltes Bild von Geborgenheit, Heimat, Wärme, also vermeintlich perfekt fürs Schlafzimmer. Spannend finde ich, wie das Bild durch seine mehrfache mediale Konvertierung und Verfremdung (ja, das da oben ist der Rand des Fernsehschirms) mehrere Schichten der Verarbeitung und Übermittlung zwischen Motiv und Betrachter sichtbar macht, die in scharfem Kontrast zu ebendieser Intimität und Geborgenheit stehen. (Ist es am Ende gar eine Überwachungskamera, in die die Katze schaut?)

Abholen werde ich das Bild allerdings erst in einer guten Woche – als Teil meiner neuen Selbstbeherrschungsstrategie. Nein, bloss deswegen, weil ich davor keine Zeit habe, nur wegen dem Bild nach Zürich zu fahren. Und eigentlich habe ich auch noch einiges Bestehendes zu rahmen und aufzuhängen …

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