visuell fixiert in basel

Archive for the ‘basel’ Category

Nada Surf im Volkshaus: Sound ohne Tiefenschärfe

In basel, input on 26. Oktober 2008 at 14:58

Am Freitag war ich endlich mal wieder an einem Konzert.

An alle, die sagen, das iPhone kann keine guten Bilder machen, so!

Nada Surf haben im Volkshaus gespielt, und ich muss sagen, Spass gemacht hats. Ich kenne die Band eigentlich nur durch Moni (danke!), die mich diesmal auch mitgenommen hat. Die Sache nennt sich «College Rock» und tönt (wie Anne-Catherine treffend bemerkt) ein bisschen wie die amerikanische Version von Britpop. Amipop? Anyway: Mehrmals habe ich mich an das Coldplay-Konzert erinnert gefühlt, das ich vor, öh, zwei Jahren oder so in Dresden gesehen habe: Das rockt, das fetzt, dann wirds wieder ruhiger, dann fetzts wieder. Handwerklich echt gut gemacht, gute Harmonien, gute Rhythmen (wenn auch immer wieder ein bisschen dieselben), und irgendwie lässt es einen jenseits der oberflächlichen Basisreflexe (Beat im Bauch = Tanzen; ruhige Melodie = Feuerzeug rauskramen) kalt. Also mich.

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Die schiefe Metapher des Tages

In basel, input on 21. Oktober 2008 at 17:47

… aus der Abteilung «merkwürdige Anatomie»:

Heute in meinem nicht unbedingt liebsten Stück (öh…) Basel.

«Swissness» im Plakatdesign

In basel, input on 1. Oktober 2008 at 10:18

Edgar Küng / Michael Wolgensinger, 1969

Zu empfehlen für die Mittagspause oder sonst für eine halbe Stunde zwischendurch: Die Bibliothek für Gestaltung Basel und die Basler Plakatsammlung zeigen noch bis zum 25. Oktober «Swissness: Möbel, Mode, Markenprodukte in Plakat und Buch». Wie üblich ist die Ausstellung sehr klein, aber durchaus fein und ausserdem gratis.

Dabei kommen die im Titel als ebenbürtig angekündigten Bücher für meinen Geschmack präsentationsbedingt (wohl gezwungenermassen) zu kurz, da hinter Glas und so nicht wirklich anschaubar. Die Schweizer Werbeplakate aber – nicht nur aus der klassischen Hoch-Zeit der «Schweizer Grafik», sondern breit gefächert von den 20er- bis in die 90er-Jahre – sind schon sehr spannend. Ich frage mich immer, ob man unsere heutige Werbung in 50 Jahren auch als so lustig und so «Zeitgeist-enttarnend» empfinden wird. (Zeitgeistenttarnend ist die aus den 90er-Jahren ja auch schon, aber für mich nicht lustig. Eher blöd.)

Vor allem auch das typographische Auge kommt wieder mal auf seine Kosten.

Hans Handschin, 1936

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Deutschfehler richtig gemacht

In basel, input on 25. September 2008 at 18:16

Efeu gibts da

Hier in der Migros arbeiten viele Elsässer. Und Innen. Und wenn man «Efeuille» französisch ausspricht, tönt das genau wie «Efeu». Grossartig, oder? Leider geht es nicht wirklich so, aber der Fehler ist total nachvollziehbar (und das Wort sieht lustig aus).

Da spürt man doch den Charme des Fremdsprachlers, der sich aus Versehen verschreibt, obwohl er sich das ganz logisch überlegt hat (und einem damit auch undidaktisch die Komplexität und Willkürlichkeit der eigenen Sprache vor Augen hält) – genau den Effekt also, den die doofe Mastro-Lorenzo-Werbung gestern erzielen wollte, aber dran vorbeigemurkst hat.

Fazit: Wollt Ihr Deutschfehler, dann lasst Nichtmuttersprachler texten!

Der Simultankontrast des Tages

In basel, input on 11. September 2008 at 09:29

Die mit dem Nuschelschild lesen offensichtlich sehsucht. Jetzt lassen sie jemand anders schreiben, der nicht nuschelt, sondern  brüllt, und das auch noch formal vollendet. Es lebe der Simultankontrast!

Ein Nuschelschild

In basel, input on 8. September 2008 at 23:55

Was beklagt man sich nicht gern über die marktschreierische Natur der Werbung, die uns umgibt. Um so faszinierender ist es, einem Schild zu begegnen wie diesem, das auf ein vorproduziertes Schreien hin («rivella!!!!!!!») nur noch ein stream-of-consciousness-mässiges Nuscheln von sich zu geben vermag:

Man hat den Eindruck, die wollen gar nicht so gern anpreisen, was sie alles haben. Bei den «Schinkengipfeli», da war noch etwas Selbstvertrauen da. Aber das «Menu zum mitnehmen»? Das ist nicht nur klein geschrieben, es ist dazu auch noch sehr klein geschrieben, if you know what I mean. Auch der Flamenkuchen ist interessant – eine belgische Variation des elsässischen Klassikers vielleicht? – Es macht einem fast ein schlechtes Gewissen, die Schreibfehler überhaupt zu sehen, wenn sich da jemand schon so offensichtlich zum Schreiben gezwungen hat. Am liebsten würd ich drunterschreiben: Hey! I’m OK – you’re OK. Und der «Pizza-        Lauch + Pouletstrudel» ist sicher echt gut. Nein, wirklich. Was auch immer das ist.

Neuer Eintrag neuer Eintrag neuer Eintrag

In basel, input on 5. September 2008 at 21:10

Es gibt so ein schönes Frust-Diktum,

Faire et refaire, c’est aussi travailler.

Man müsste das System erweitern um:

Dire et redire, c’est aussi communiquer.

Könnte ja sein, dass es sonst jemand nicht sieht, oder.

Jubionus läums-B in der Zukunkt

In basel, input on 5. September 2008 at 20:51
Zwei Perlen leider humoristisch wirkender Plakatkunst. Beide gefunden in Binningen bei Basel, allerdings etwa drei Jahre auseinander (das obere ist aktuell) – das gibt zu denken für die schöne Vorstadtgemeinde. Da sind Chaoten am Werk!
😉

Jubionus läums-B. Danke, Lulo!

Yep. ... Wer?

Heute frisch:

In basel, input on 5. September 2008 at 10:48

… ein Neu MonatssanDwic(l)! Maisbrötli mit Käse.

Bäckereieninfoschild

Pardon: gefüllt mit Kase. Und so.

Am Nadelbach zu Basel

In basel on 4. September 2008 at 15:56

Heute nachmittag hätte man den Nadelberg mal kurzfristig umbenennen müssen.

Nadelberg, heute, 14:45. Bäh.

Man beachte den Sturzbach aus dem Dachkänel. Diesen auszuweichen war ziemlich abenteuerlich.

Haben andere Leute eigentlich auch immer die undichtesten Schuhe überhaupt an, wenn so ein Wolkenbruch kommt?