visuell fixiert in basel

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Actionpainting auf dem Balkon

In output on 5. April 2009 at 15:28

Ist doch mal ein anderer Titel als «Neue Drucksachen»! Dabei geht es genau darum: Neue Drucksachen habe ich vorgestern von der Druckerei bekommen, Plakate und Flyer für eine Tagung:

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«Ästhetik des Opfers»: Kein einfaches Thema. Es geht übrigens – auf Deutsch ist das Wort ja auch noch so schön doppelsinnig – nicht um Menschen, die Opfer von Gewalt, Krieg etc. werden (victima), sondern um religiöse Opferrituale (sacrificia). Wie visualisiert man das möglichst allgemein, d.h. ohne konkrete Anspielungen auf einzelne Kulturkreise? Das Opferlamm flog raus, Opferschalen und -altäre auch, Kreuze sowieso, auch Hünengräber und Dolmen.

Was aber könnte universaler sein als Blut? Als konkretes Zeichen wie auch als kraftvolle Metapher vermag der Blutfleck eine Menge von «Konkretheitsstufen» abzudecken – und seine Reihung deutet auf die Institutionalisierung, die Repetitivität, die Ritualhaftigkeit des Opferritus hin.

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Alles klar? 🙂 Spass gemacht hats vor allem. Nicht nur das konzeptionelle Hirnen (inkl. Recherche in der Unibibliothek), sondern vor allem auch die Umsetzung (notabene grösstenteils im Zustand akuter Grippe und Bronchitis). Fotografiert habe ich das Motiv nämlich selber, Blut auf Marmor, ich meine: Randensaft auf Balkontisch.

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Zeit-Bilder

In output on 17. September 2008 at 11:26

Gleich bei zwei Projekten habe ich es gerade mit der Zeit als Thematik zu tun. Schwierig zu visualisieren ist das sowieso; spannend finde ich auch, wie festgefahren vorgeprägte «Zeit-Bilder» in welchen Bereichen sind.

Das eine Projekt ist ein Programm-Icon / Logo für ein Zeitmanagement-Tool; darüber in Kürze mehr, dazu gibts noch nicht viel zu erzählen, ausser dass irgendwie alle Zeitmanagement-Tools eine Uhr im Logo haben. Echt. Bei meiner kurzen Recherche warens deutlich über 90 Prozent. Es wird noch spannend, zu entscheiden, ob wir auch eine Uhr machen oder bewusst etwas anderes –

Kein Logo, sondern eine Illustration (und ein Layout) waren beim anderen «Zeit»-Projekt gefragt. Die MinD-Akademie (grossartiges Event, dieses Jahr schaff ichs leider nicht) findet Anfang Oktober in Nürnberg statt und steht unter dem Leitthema «Zeit»; ich habe dafür den Abstractband gesetzt. Mit Cover.

Während ich das Cover letztes Jahr, damals zum Thema «Kreativität und Innovation», unter heftigem Zeitdruck mit einem doch sehr offensichtlichen und «cleanen» Stockfoto illustriert habe (Glühbirne), hatte ich diesmal das dringende Bedürfnis, wegzukommen von den evidentesten Motiven wie Uhren, Sanduhren, abgeblätterten Oberflächen, verwelkten Blumen etc. sowie geschniegelten Agenturbildern und kam dann auf dieses Motiv:

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Das Bildrätsel zum Sonntag

In output on 7. September 2008 at 14:50

Was ist auf diesem Bild zu sehen?

Es handelt sich um ein unbearbeitetes (bloss gescanntes) Farbfoto.

Falls das zu einfach ist, hätt ich dann nochmal eins im Ärmel … 🙂

Das Meer, die Farben, das Licht

In output on 25. August 2008 at 22:59

Brandung

Farben am Strand

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Die garantiert schönste Art, älter zu werden

In input on 23. August 2008 at 15:47

Hat mich früher immer sehr fasziniert, zu lesen, wie am Geburtstag irgendeines Königs «drei Tage lang gefeiert» wurde. Hab ich auch gerade gemacht; daher die Funkstille.

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An alle, die mal wieder einen leeren Kopf brauchen und ein volles Herz, die Appetit haben auf Salzwasserduft und Meeresfrüchte, auf Tage ohne Ziel und Programm, aber mit vielen schönen Momenten; auf Tage, wo man nicht nur sehsüchtig, sondern auch riech-. hör- und schmecksüchtig wird (und dabei ab und zu von einer Lachmöwe ausgelacht wird):

Man kann wegfahren. Auch wenns nur für zwei drei Tage ist. Ich bin komischerweise echt zufrieden damit, dass ich das iPhone noch aufgeschoben habe (auch wenn mein altes Handy immer mehr spinnt) und mir stattdessen ein Zugticket und eine Hotelreservation geleistet hab. (Ich werd älter! QED.)

Und: Saint-Malo ist grossartig. (Das hab ich jetzt nicht gesagt! Sonst hats da nachher mehr Touristen 😉 )

Unterwegs im Abendlicht

In input on 25. Juli 2008 at 22:43

Schönes Licht über dem Laufental, am Anfang der Nacht.

Schon eher scheussliches Licht im Einkaufszentrum St.-Jakob-Park. (Gefällt sowas irgendwem?)

Lichtexperimente

In output on 19. Juli 2008 at 16:49


My Basel, my Bach

In output on 18. Juli 2008 at 15:29

Das Chill am Rhy ist wieder da, juhu – ein bisschen kühl ists noch, aber der Blick macht vieles wett. Und dank Moni (merci!) weiss ich jetzt endlich, wie ich mit meiner kleinen Lumix gute Nachtbilder hinkriege. Nämlich: Zuerst den Szenenmodus «Night Scenery» anwerfen, dann den Selbstauslöser (!) benutzen und die Kamera natürlich irgendwo platzieren, wo sie nicht wackelt. Grossartig. Ich hab ja bisher diese Szenenmodi immer boykottiert, aber das ist echt ein Argument dafür – ohne den Szenenmodus wird alles nur dunkel, matschig und körnig.

(l’heure bleue de Bâle)

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Kleines Bildrätsel auf den Abend

In output on 10. Juli 2008 at 17:29

Was ist das?