visuell fixiert in basel

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Bildschirmschrift gefällig?

In output on 31. Juli 2008 at 11:57

Hab eben beim Datenaufräumen (mein Raidchen-Serverchen ist jetzt komplett redundant, juhu, dazu später mehr) diese Schriftprobe gefunden. Die Svenja ist eine Bildschirmschrift-Familie mit 6 Pixeln x-Höhe, die ich vor ein paar Jahren als Semesterprojekt bei Andreas Stötzner gezeichnet habe.

Würd mich nur mal interessieren: Hat irgendwer Interesse an diesen Fonts? Dann würd ich mich bei Gelegenheit wirklich mal dransetzen, die richtig zu produzieren. Erstellt wurden sie damals in einem Extrem-Low-Level-Windows-Pixelschrifteditor, der mir unbrauchbare TTFs ausgespuckt hat. Aber so würd ich mal anfangen, mich ordentlich mit den technischen Grundlagen von Schriftgestaltung auseinanderzusetzen.

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(Un-)sinnige Segmentanzeigen

In input on 31. Juli 2008 at 11:04

Der Fontblog zeigt ein wunderschönes Beispiel «doppelt gefügter Zeichen»: Eine Tankstellenanlage mit einer LED-Anzeige, die so tut, als sei sie eine LCD-Segmentanzeige. Obwohl man mit den kleinen Leuchtdioden ja auch eine «richtige» Schrift hätte annähern können, entschied man sich also ohne technischen Zwang für die eckig-technischen LCD-Formen. [Link]

Dabei finde ich die folgende Bemerkung aus den Kommentaren höchst spannend – als Argument für den Segment-Look und gegen die Nachahmung einer Druckschrift:

Man hat ja als Erwartungshaltung dass sich die Preise ständig ändern (können). Wenn das dann aussieht als wären sie festgeschrieben, kommt mir das zumindest komisch vor.

Schon spannend: Die aktuelle Wahrnehmung gefügter Zeichen sagt: Das ist ein Zeichen, das sich ständig ändern kann. Das am Puls der Zeit ist. Das nicht gestaltet ist und schön, sondern «nackte» Information. Wie bei den Joghurtbechern: Das Logo ist schick gestaltet und bunt, aber das Wichtigste, nämlich das Ablaufdatum, steht tagesaktuell und hässlich grob gepixelt drauf.

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