visuell fixiert in basel

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DVD-Empfehlung: tolle Musik, weites Island

In input on 19. Juli 2008 at 23:38

Wahnsinnig schön und schwer zu empfehlen: Die Heima-DVD von Sigur Rós (von denen ich bisher eigentlich kein Riesenfan war, aber ich glaub, das geht grad los).

Die Konzeption: Am Ende der Welttournee 2006 gab die Band eine Reihe von spontanen (oder zumindest nicht groß publizierten) Gratiskonzerten in ihrer Heimat Island – passenderweise bedeutet der Titel «zuhause». Der Film auf der DVD dokumentiert diese Konzerte, die nur zu einem kleinen Teil auf Konzertbühnen stattfand und zum grösseren auf Wiesen in the middle of nowhere, in Wohnzimmern und Mehrzweckräumen, einmal sogar in einer verlassenen Fischfabrik (oh, Industrieromantik), vor skeptischen und interessierten Zuschauern, deren Enkelkindern, Großeltern, Hunden, Pferden und ein paar Schafen.

Der Film ist toll fotografiert und geschnitten und gibt nicht nur der Band, sondern auch ihrer schon sehr merkwürdigen und faszinierenden Heimat gebührenden Raum. Ich war nur einmal in Island, und das vor etwa 14 Jahren; dieser Film hat das Fernweh nun wieder ausdrücklich beflügelt. Und die Musik gefällt mir langsam auch richtig gut 😉

Trailer (etwas zu dunkel; ganz so extremkontrastig ist die DVD dann doch nicht):

Ausschnitt mit dem Abschluss des Films und Untitled #8 vom ( )-Album. Eigentlich eher atypisch für den ganzen Film (Konzertsetting, wenig Landschaftsbilder), aber so wahnsinnig hypnotisch, dass man ihn eigentlich den ganzen Tag anschauen / anhören müsste.

Zu haben ist die DVD bei cede.ch oder Amazon, wo es auch noch ein paar weitere Videoausschnitte anzuschauen gibt.

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Musikvideos, Punkte, Pixel

In input on 16. Juli 2008 at 12:16

Vor 27 Jahren machte der Videokünstler Bruce Conner † für David Byrne und Brian Eno dieses Musikvideo.

Byrne & Eno «Mea culpa», 1981 [YouTube]

Oder hier als (speicherbares) Quicktime mit besserer Qualität.

Nicht nur die Musik («Mea Culpa», von dem Album My Life in the Bush of Ghosts, das ich gerade big time entdeckt habe – Jesus! eine kollektive Wurzel von so viel aktueller Musik), also eben: nicht nur die Musik war damals wohl schon sehr neu (das erste Album, das intensiv auf «gefundene» Samples baute), sondern auch das Video. Sozusagen eine Flashanimation, lang lang bevor es Flashanimationen gab. Cool.

Conners technische Experimentierlust – wie auch seine schlichte, mathematisch-logisch-minimalistische und irgendwie wissenschaftlich-trocken wirkende Pünktchen-Grafik – sind heute wie damals aktuell. So frappiert der direkte Vergleich mit dem brandneuen und gerade (zu Recht) durch alle Blogs geschleiften Videoclip von Radiohead.

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Google StreetView 2.0

In input on 14. Juli 2008 at 12:15

Vor einer Weile gabs dieses lustige Filmli über die Ängste vor den (nicht existenten) Grenzen von Google StreetView:

.. und jetzt findet sich auf GoogleWatchBlog eine konsequente Fortsetzung, die ich noch um einiges heisser finde – da wirds einem schon latent gruselig zumute. Ein schönes Filmli für die Mittags-, Kaffee- oder Apéropause. 😉

EDIT: Hu, von denen gibts noch mehr: hier.